Bauten

2025 Wettbewerb Schloss Köthen Anerkennung

Verfahren
Nichtoffener Realisierungswettbewerb mit Ideenteil
Planungspartner
Noack Landschaftsarchitekten, Dresden
Gebäudetyp
Veranstaltungs- und Ausstellungsgebäude
Standort
Schlossplatz, Köthen
Auslober
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt
Programmfläche
2.000 m2

Das stark an den Belangen des Denkmalschutzes orientierte Konzept sieht vor, Eingriffe in die Fassaden und in die Innenräume auf ein Minimum zu beschränken, also nur in einem Maße vorzunehmen, das zur Ertüchtigung einer barrierefreien Besucherführung erforderlich ist. Baukörperliche Eingriffe beschränken sich auf den Abbruch des Sanitäranbaus am Ferdinandbau und die geringfügige Anhebung des Flachdaches auf der Hofseite des Torhauses. Ein kleinerer Eingriff erfolgt in der Tordurchfahrt des Ferdinandbaus, wo zwei Fenster zu Türen erweitert werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, Fassaden und Fenster behutsam zu sanieren und dabei zugunsten des Erhalts von Originalbauteilen auch Patina zuzulassen.
Eingriffe in Innenräume werden durch die Reduzierung neuer Aufzugsanlagen minimiert. Dabei sind Eingriffe in Bestandsdecken nicht zu vermeiden, werden aber auf das zwingend Erforderliche beschränkt. Wo es aus Gründen barrierefreier Erschließung notwendig ist, werden dezentral (insgesamt vier) Hubbühnen eingesetzt, die keine Eingriffe in den Bestand mit sich bringen.

Um auch schon vor Errichtung des neuen Besucherzentrums eine barrierefreie Erschließung des Torhauses und des Johann-Georg-Baus zu ermöglichen, ohne in die Substanz einzugreifen, wird ein Erschließungskern aus Treppenhaus und Aufzugsanlage nördlich des Torhauses angeordnet. Er wird durch eine einfache Baukonstruktion aus Wärmedämmziegeln umschlossen. So entsteht als nördliche Erweiterung des Torhauses eine kleine Neubaumaßnahme vor der Errichtung des Besucherzentrums, die sich später sehr selbstverständlich in die Neubaumaßnahme integriert. Als eigentlicher Neubau des Besucherzentrums wird ein einfacher Gebäudetypus - Rechteckgebäude mit Satteldach - vorgeschlagen, der sich im Volumen stark an dem 1944 zerstörten ehemaligen Amtshaus orientert. Um der Schlossanlage ihre Bedeutung nicht streitg zu machen, formuliert sich der Neubau sehr funktonal, verzichtet auf Zwerchhäuser oder Schmuckgiebel und nimmt sich dadurch formal stark zurück. In seiner Fassadentektur ist er jedoch sehr eigenständig und greift die Formensprache des im Schlossparkgegenüberliegenden Veranstaltungszentrums subtil auf. Der Baukörper wird allseitg durch schwach transluzente, nicht spiegelnd mttierte Glasflächen umschlossen, die eine vertikale Struktur erzeugen und die Unterkonstruktion je nach Lichteinfall erahnen lassen. Dach und Trauffassaden sind zur Hinterlüftung und zur baukörperlichen Akzentuierung leicht aufgefächert, die Giebelseiten hingegen sind bündig konstruiert. Die wenigen, präzise gesetzten Fensteröffnungen nehmen die Geometrien der Fassadenbekleidung auf, sind aber als klare Einschnitte in die Gebäudehülle formuliert.

Das Schloss Köthen mit dem Schlosspark und Schlosshof liegt eingebettet in die historischen Wallanlagen im Zentrum der Stadt. Die Grundlage für den Entwurf ist die Geschichte des Ortes in seinen verschiedensten Nutzungen und seine historischen Elemente. Gestaltung des Schlosshofs
Der Schlosshof wird als historischer Ort erhalten und zugleich als repräsentiver kultureller Treffpunkt aktiviert. Die Platzmitte aus wassergebundener Decke greift die historische Gestalt des Hofs auf. Die wassergebundene Decke wird gerahmt durch neu verlegtes, wiederverwendetes Wildpflaster aus rotem Porphyr, welches durch eine Neuordnung der Steingrößen eine fließende Struktur erhält. Vorhandene Materialien werden in tradierter Formsprache eingesetzt. Fehlende Materialen werden aus der Region ergänzt. Zur barrierefreien Erschließung aller Eingänge verläuft ein rahmendes Laucand aus großformatigen gesägten Kalksteinplatten parallel der Fassaden. Alle Zugänge zu den Gebäuden gehen davon ab. Der gesägte Plattenbelag mit hohem Laufkomfort hebt sich als Leitsystem sowohl farblich als auch haptisch vom Wildpflaster ab. Die tradierte Gestaltungsabsicht wird durch eine klare Formensprache unterstützt.

Der Innenhof wird ganzjährig unterschiedlich genutzt. Die steinernen Bögen von Ludwigsbau und Johann-Georg-Bau werden durch Bänke, den „Schlosssofas“ akzentuiert. Vor der Kapelle steht der „Hofaltar“ ein Treffpunkt für Hochzeiten und Taufen. Durch die Platzierung frei beweglicher Sitzmöglichkeiten kann er der Nutzung angepasst und der Raum partizipativ erlebt werden. Schatten bieten dabei die bestehenden Lindenbäume und Schirme vor dem Steinernen Haus. Der Erhalt der sechs bestehenden Linden wird gegenüber denkmalrechtlichen Rahmenkonzeption priorisiert. Für Marktstände und Bühne gibt es feste Verankerungspunkte und versenkbare Poller für die Strom- und Wasserversorgung. Bevor der Neubau des Besucherzentrums beginnt, dient die Fläche des ehemaligen Amtshauses als Fenster in die Geschichte des Ortes. Dort sind die Spuren archäologischer Schichten sichtbar .

2025 Wettbewerb Zukunftszentrum Deutsche Einheit Halle 2. Phase

Verfahren
Offener zweiphasiger Planungswettbewerb
Planungspartner
Eger & Partner Landschaftsarchitekten BDLA, Augsburg
Gebäudetyp
Veranstaltungs- und Ausstellungsgebäude
Standort
Riebeckplatz, Halle (Saale)
Auslober
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Programmfläche
14.000 m2

Nach der erfolgreichen Bewerbung der Stadt Halle als Standort für das Zukunftszentrum Deutsche Einheit und Europäische Transformation wurde ab April 2024 ein offener Architekturwettbewerb in 2 Phasen durchgeführt. Im Oktober freuten wir uns über die Auswahl zur 2. Phase als eins von 24 Büros aus 126 Teilnehmenden, jetzt sind wir etwas enttäuscht über unser Ausscheiden im allerletzten Wertungsrundgang - damit sind wir aber immerhin auf Rang 9 des gesamten Teilnehmerfeldes.
Unser Konzept, das insofern von der Jury unter dem Vorsitz von Jorùnn Ragnarsdottir offensichtlich positiv bewertet wurde, lässt sich wie folgt beschreiben: Der große Aktivitätspark am Riebeckplatz wird durch ein markantes Solitärgebäude dominiert. Es stellt eine Sonderform im Stadtraum dar und setzt sich aus 2 keilförmigen Gebäuderiegeln zusammen, die sich aus der Freifläche heraus entwickeln, miteinander außen- und innenräumlich verschmelzen und differenziert in den Stadtraum orientieren. Das hoch aufstrebende Gebäude mit seiner durch integrierte Solartechnikflächen prägnanten, horizontal gegliederten Glasfassade findet eine der Nutzung und dem Stadtraum angemessene Maßstäblichkeit und wird somit als Magnet der sich überlagernden Nutzungsangebote wahrgenommen.

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2025 Bildungsakademie Handwerkskammer Karlsruhe

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Planungspartner
r+b landschaftsarchitektur, Dresden
Gebäudetyp
Bildungsbau
Standort
Johann-Georg-Schlosser-Straße 1-9, Karlsruhe
Auslober
Handwerkskammer Karlsruhe
Programmfläche
12.000 m2

Der Entwurf entwickelt die Bildungsakademie als offene, einladende und vielfältige Institution und schafft durch baukörperliche Differenzierung eine sich deutlich von den umgebenden Gewerbebauten und Hallen abhebende Identität. Deshalb prägen Höhenstaffelung und Gebäudeeinschnitte den gegliederten Baukörper und erzeugen dadurch eine der breitgefächerten Nutzung entsprechende Maßstäblichkeit, die sich auch in der Fassadengliederung und in den umgebenden Freianlagen abbildet.
Die Freianlagen durchgrünen den Außenbereich der Bildungsakademie auf allen horizontalen Flächen. Der öffentliche Vorplatz an der Eingangsseite mit angelagertem Mensa-Außensitz lädt mit Begrünung und baumbestandenen Sitzinseln zum Aufenthalt ein und leitet zum Haupteingang. Durch Gebäuderücksprünge an der Rückseite entstehen grüne Höfe, die sich nach Süden öffnen. Diese werden als Gartenkabinette variierend topografisch ausgeformt und abwechslungsreich bepflanzt. Vom zentralen Erschließungsgang einsehbar, eignen sich die Höfe als abwechslungsreiche Pausenfreiflächen.

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2024 Ledermuseum Offenbach 2. Preis

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Partner
Eger & Partner Landschaftsarchitekten BDLA
Gebäudetyp
Museum
Standort
Frankfurter Straße, Offenbach am Main
Auslober
Stadt Offenbach am Main
Programmfläche
5.300 m2
Veröffentlichungen
wa wettbewerbe aktuell 02/2025

Das Ledermuseum in Offenbach stellt seit 1917 Exponate des Leder-Kunsthandwerks aus und beherbergt mittlerweile eine Sammlung von über 30.000 Ausstellungsstücken. Um den aktuellen den energetischen und technischen Anforderungen gerecht zu werden, soll das Museum nun einer umfassenden Sanierung unterzogen werden. Im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens schlägt unser Entwurf eine umfassende Neuordnung der Erschließung vor, die die Orientierung im Gebäude vereinfacht und den Zugang über das historische Hauptportal repräsentativ zum begrünten Vorplatz öffnet. Der rückwärtige Anbau aus den 60er jahren wird dabei entkernt und zu Archivflächen, Werkstätten und zusätzlichen Ausstellungsbereichen umgenutzt.

Die Jury unter Vorsitz von Prof. Wolfgang Lorch zeichnet den Entwurf mit dem 2. Preis aus und beurteilt ihn als funktional wie gestalterisch vorbildlich: "Die sorgfältige Analyse des denkmalgeschützten Gebäudes und seine Transformation in die heutige Zeit stärken das Erscheinungsbild des Museums. (...) Der zentrale Freiraum im hinteren Bereich schafft einen enormen Mehrwert für den umgebauten Bestand im hinteren Bereich des Grundstücks. Es entstehen sehr gut strukturierte Arbeitswelten für die Mitarbeiter des Museums."

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2024 Erweiterung Feuerwehr Dingolfing 2. Preis

Verfahren
Realisierungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Partner
Landschaftsarchitektur: r + b landschaftsarchitektur Dresden
Gebäudetyp
Feuerwehr
Standort
Wollerstraße, Dingolfing
Auslober
Stadt Dingolfing
Programmfläche
3.250 m2

Die Feuerwehr in Dingolfing soll um ein Atemschutzausbildungs- und Werkstattzentrum, eine Fahrzeughalle mit 20 Stellplätzen sowie einen großzügigen Gemeinschaftsbereich erweitert werden. Das giebelständige Gerätehaus mit Übungsturm an der Wollerstraße ist ein markantes bauliches Erkennungszeichen der Feuerwehr in Dingolfing und soll als zentrale Konstante auf dem Feuerwehrgelände bestehen bleiben. Hier sind öffentlichkeitswirksam das Museum und der Zentralbereich der Feuerwehr, die Leitstelle und der Räume des Kommandanten untergebracht.Gleichwohl wird das Bestandsgebäude baulich ertüchtigt und in seiner Fassadengestaltung und -gliederung überformt. So entsteht ein stimmiges Ensemble aus Bestands- und Neubauteilen, in dem das ursprüngliche Hauptgebäude weiterhin ablesbar bleibt und die Identität des Ortes sicherstellt. Die Fassaden zeigen bis auf die Toranlagen Holzoberflächen, gleichwohl muss aber die Fassade einer Feuerwache erhöhten Anforderungen an Robustheit, Dauerhaftigkeit und Wartungsfreiheit genügen. Aus diesem Grund wurde eine Fassadenkonstruktion aus wetterfesten, acetylierten Holzbaustoffen, sog. Accoya-Holz, mit einer Minerallfaser-Dämmung vorgesehen. Als Holz-Hybridbau mit einem Tragwerk aus Recyclingbeton erhebt der Entwurf den Anspruch auf verantwortungsvollen Umgang mit der Bauaufgabe im Sinne der Nachhaltigkeit.

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2024 Erweiterung Grundschule Ergenzingen

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Partner
Landschaftsarchitektur: freiraumconzept sinz- beerstecher + böpple, Rottenburg Dresden
Gebäudetyp
Schulbau
Standort
Königsberger Straße, Ergenzingen
Auslober
Stadt Rottenburg am Neckar
Jahr
2024
Programmfläche
1.950 m2
Bruttogeschossfläche
4.800 m2

Die Schule bleibt auch nach der Erweiterung ein homogener Teil des Ortsgefüges. Die Ergänzungsbauten nehmen die Dachformen des Ortes und des Bestandes auf. Sie verdichten das Schulensemble auf subtile Weise. Der vorhandene Schulhof behält seine öffentliche Zuordnung und den großzügigen Charakter, wird aber räumlich durch den Neubau im Osten klarer gefasst, während er nach Westen in eine überdachte Aktionsfläche übergeht.

Die Schule ist klar strukturiert. Im Obergeschoss sind alle Klassenzimmer und die Inklusionsklasse mit den zugehörigen Gruppenräumen in Jahrgangsclustern angeordnet, in denen aufgeweitete Flurbereiche eine einfache Orientierung und Adressbildung erlauben. Im Erdgeschoss sind zwischen den einrahmenden Ganztages- und Veranstaltungsbereichen die zentralen Räume von Bibliothek, Verwaltung und Lehrerbereich angeordnet.

Die Neubauten werden zeitgemäß in Leichtbauweise als kombinierter Skelett- und Rahmenbau errichtet. Die Grundkonstruktion aller tragenden und nichttragenden Wände, Decken und Dächer bestehen konsequent aus einheimischem Holz. Die neuen Fassaden mit den großzügigen Fensterflächen (vielen Klassenräume werden zweiseitig belichtet) nehmen Bezug auf das bestehende Gebäude. Die Stützen der Holzbauten zitieren den Rhythmus der Schotten am Bestandsgebäude und führen damit die Anmutung und Proportionen der Fassaden weiter.

2024 Verwaltungsgebäude Biesenthal 2. Phase

Verfahren
offener 2-phasiger Realisierungswettbewerb
Partner
Landschaftsarchitektur: Noack Landschaftsarchitekten, Dresden
Gebäudetyp
Verwaltung
Standort
Plottkeallee 5, Biesenthal-Barnim
Auslober
Amt Biesenthal-Barnim
Programmfläche
1.940 m2
Bruttogeschossfläche
3.175 m2

Eines der zentralen Vorhaben des integrierten Stadtentwicklungskonzepts Biesenthals ist die "Neuausrichtung Stadt-Park-Verwaltung". Darin wird der Neubau eines Amtssitzes Biesenthal-Barnim als bürgerfreundliches Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum gefordert. Dieses soll nun an der Schnittstelle zwischen historischer Altstadt und Neubaugebiet und zwischen dem nördlich gelegenen Stadtpark und dem südlich angrenzenden Landschaftsraum verortet werden.

Die Grundform des geplanten Gebäudes formuliert sich als giebelständiger, längsgerichteter Baukörper mit Satteldach, dessen kompaktes Volumen eine effektive Gebrauchstauglichkeit erwarten lässt. Die Fassadengliederung ist maßstäblich und regelmäßig - sie steht für vertraute, handwerkliche Baukonstruktionen und vermittelt über die vorwiegende Verwendung des Materials Holz eine Aufenthaltsqualität mit besonderer Behaglichkeit. Nur die großzügige Verglasung des Ratssaales bricht die umlaufende Rasterstruktur auf, wird großflächiger eingesetzt und zeigt so dessen herausgehobene Bedeutung, steht aber auch für Transparenz und Offenheit einer modernen Verwaltung. Somit und formuliert das Gebäude eine gleichermaßen moderne wie zeitlose Architektursprache.
Das Gebäude wird über Windfänge an den beiden Längsseiten erschlossen, der Haupteingang liegt auf der Ostseite, ein Nebeneingang an der Westseite besteht zusätzlich. BesucherInnen finden einen beeindruckenden Eingangsbereich, der erdgeschossig in die öffentlichen Anlaufstellen Fundsachen, Meldestelle und Polizei führt, aber auch den Weg in die Obergeschosse sichtbar werden lässt. Der Sitzungssaal liegt im 2. OG, er profitiert räumlich von der Dachform und der sichtbaren Dachkonstruktion. Der Saal bietet einen schönen Blick über die Vorzone in den Park, gleichzeitig zeichnet er sich unaufdringlich nach außen ab und prägt den Ausdruck der Giebelfassade.
Der Baukörper wird als einfache handwerkliche Konstruktion geplant. Alle Lasten werden direkt senkrecht in die Gründung geleitet, große Spannweiten oder Auskragungen werden konsequent vermieden. Die Konzeption als Holzbau ist nicht nur wirtschaftlich, sondern trägt auch zur Verringerung des CO2 Fußabdrucks bei und ist rückbaubar. Nicht zuletzt erzeugt sie auch eine angenehme und passende Materialästhetik und Haptik in der baukörperlichen Anmutung und der innenräumlichen Atmosphäre.

2023 Fassade Bürokomplex Leipzig

Verfahren
Mehrfachbeauftragung Fassadenplanung
Partner
Architektur: Architekturbüro Keller, Chemnitz
Gebäudetyp
Bürogebäude, Fassadengestaltung
Standort
Löwitz-Quartier, Leipzig
Auslober
R&S Property GmbH
Fassadenfläche
8.000 m2

Die Preußenseite erschließt das Löwitz–Quartier an dessen Ostseite als neue Magistrale. Hier, direkt angrenzend an das Bahngelände, entsteht eine neue Stadtkante mit markanten Baukörpern und einem heterogenen Nutzungsmix. Der durch den städtebaulichen Entwurf definierte Baukörper wird der zentralen Lage durch seine Größe und durch die differenzierte Abfolge positiver und negativer Volumen in hohem Maße gerecht, er zeigt trotz baukörperlicher Maßstäblichkeit eine selbstbewusste Präsenz.
Der Baukörper erhält eine allseitig nach dem gleichen Gliederungsprinzip entwickelte Fassade, die keine Rückseiten aufweist und durch ihre baukörperliche Kraft in alle Nachbarschaften des Quartiers hineinwirkt. Die formale Aussage der Gliederung sollte gerade auch bei flexibler und veränderbarer Nutzung aus der Funktion abgeleitet werden. Die gerasterte Fassade aus großformatigen Betonfertigteilplatten erhält durch die feine Variation ihrer Gliederungselemente eine subtile gestalterische Spannung, die sich bis in das oberste Geschoss verdichtet und dort zu einem markanten baukörperlichen Abschluss führt. Das Erdgeschoss ist an den Längsseiten als massive Basis ausgebildet, hier werden die funktionalen Öffnungen der unterschiedlichen Nutzungen so gesetzt, dass eine spannungsvolle Abfolge entsteht und die Präsenz der Fassadenöffnungen, insbesondere des Haupteingangs an der Preußenseite maßvoll herausgearbeitet wird. An den beiden Querfassaden ist die Erdgeschosszone raumhoch verglast und durch Pfeiler gegliedert, so dass hier eine Variation der Fassadengliederung abzulesen ist.
Im Bereich der beiden baukörperlichen Rücksprünge im Verlauf der Längsfassaden wurde jeweils ein grünes Volumen hinzuzufügen, das aus einer leichten räumlichen Stahlkonstruktion besteht und Aufenthaltsbereiche auf verschiedenen Ebenen erzeugt. Diese Konstruktion ist mit einer Rankhilfe umschlossen, so dass Kletterpflanzen auf dem Dach über dem EG (Westseite) bzw. 1. OG (Ostseite) das gesamte Volumen beranken können, ohne dass Fassadenfunktionen eingeschränkt werden. Gleichzeitig wird die Aufenthaltsqualität auf den Dachterrassen erheblich gesteigert. Zusätzlich wird die Begrünung aus den Bürobereichen heraus als natürlicher Filter zum Umfeld wahrnehmbar und entfaltet so für den Innenraum ihre Wirkung.

2023 Freiwillige Feuerwehr Freital Anerkennung

Verfahren
Realisierungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Partner
Architektur: Architekturbüro Keller, Chemnitz
Landschaftsarchitektur: Kretzschmer & Partner Freie Landschaftsarchitekten, Dresden
Gebäudetyp
Feuerwache
Standort
Am Glaswer 3, Freital
Auslober
Große Kreisstadt Freital
Programmfläche
3.200 m2
Bruttogeschossfläche
5.000 m2

Der Neubau für die Feuerwache Freital liegt in Ortslage nördlich des Zentrums der Stadt, die sich in Nord–Süd–Richtung entlang der Weißeritz erstreckt. In das gewerblich geprägte Umfeld fügt sich der langgestreckte, parallel zur Straße Am Glaswerk gesetzte Neubau mit seiner abgestuften Höhenentwicklung ein. Das Feuerwehrgelände ist zweiseitig erschlossen und ermöglicht dadurch kurze Ausrückzeiten in unterschiedliche Richtungen. Zur Erschließungsstraße hin dominiert die Fahrzeughalle mit ihrer regelmäßigen Gliederung der Toranlage, während der nach Norden orientierte, dreigeschossige Gebäudeteil die differenzierten und kleinteiligeren Nutzungen der hier angeordneten Räume in ein übergeordnetes Fassadenmotiv integriert. Die Fassade sind wetterfesten, acetylierten Holzbaustoffen konstruiert und bekleidet. Diese Dachflächen über der Fahrzeughalle sind intensiv begrünt, sie bietet daher eine attraktive Sichtfläche aus den angrenzenden Räumen, können als Dachgarten genutzt werden und dienen dem ökologischen Ausgleich und der Reduzierung des Regenwasserabflusses. Die Dachfläche des dreigeschossigen Gebäudeteils hingegen ist extensiv begrünt und mit Photovoltaikelementen belegt.

2022 Grundschule Leipzig

Verfahren
Verhandlungsverfahren mit Lösungsvorschlag
Partner
Zila Architekten, Leipzig
Gebäudetyp
Schulbau mit Sporthalle
Standort
Hans Beimler Straße, Leipzig
Auslober
LESG Gesellschaft der Stadt Leipzig zur Erschließung, Entwicklung und Sanierung von Baugebieten mbH
Programmfläche
1.900 m2
Bruttogeschossfläche
2.750 m2

Für die geplante Errichtung einer vierzügigen Grundschule mit Dreifachsporthalle für den Schul- und Vereinssport in Leipzig Möckern schlägt der Entwurf ein Ensemble aus gestaffelten Baukörpern in Holz-Hybridkonstruktion vor. Durch die versetzte Anordnung der Gebäudeteile erzeugt der 4-geschossige Schulbaukörper im Zusammenspiel mit der neuen Sporthalle eine städtebauliche differenzierte Abfolge von Solitärbausteinen entlang der Straße. Im Zentrum des Ensembles entsteht ein leistungsfähiger Vorplatz mit einladender Geste. Sowohl Schule wie auch Sporthalle werden vom Vorplatz erschlossen. Ein schützendes Vordach führt zu den Eingängen und verbindet beide Hauptzugänge miteinander.

Der Schwerpunkt des Schulbaukörpers besetzt den südwestlichen Teil des winkelförmigen Grundstücks und orientiert sich zu den Pausen- und Sportflächen im Außenraum. Durch die differenzierte Gliederung der Freiräume wird ein fließender Übergang der Pausenangebote und Nutzungsmöglichkeiten erzeugt. Die Übergänge sind offen und einladend, die Nutzungen nach Möglichkeit wenig determiniert gestaltet.

2022 Feuerwehr Stuttgart

Verfahren
Realisierungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Feuerwehr
Standort
Katharinenstraße, Stuttgart
Auslober
Landeshauptstadt Stuttgart
Programmfläche
5.850 m2

Der Standort der neuen Feuerwehr befindet sich in zentraler Lage in der Stuttgarter Altstadt. Die umgebende Blockrandbebauung zeichnet sich durch eine eher heterogene Gestaltung aus. Der Entwurf verfolgt das Ziel, die städtebauliche Kontur an der Katharinenstraße, Jakobstraße und Heusteigstraße zu stärken und tritt mit einer massiven Sockelzone und markanten Dachaufbauten auf. Die Variationen in der teils reliefierten Keramikfassade und die Wechsel in der Fensteranordnung erzeugen eine abwechslungsreiche Gliederung der Fassade. Begrünte Dachterrassen bieten auf unterschiedlichen Ebenen Aufenthaltsbereiche für Pausen und den informellen Austausch.

2021 Kreisverwaltung Plön 2. Preis

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Partner
Architektur: Architekturbüro Keller, Chemnitz
Gebäudetyp
Verwaltung
Standort
Hamburger Straße 15, 24306 Plön
Auslober
Kreis Plön - die Landrätin

Der Wettbewerbsbeitrag zur Erweiterung der Kreisverwaltung Plön versteht sich als ergänzender Baustein im bestehende Ensemble und reagiert als gestaffelter Baukörper auf sein heterogenes Umfeld. Der viergeschossige, winkelförmige Hauptbaukörper ist eine selbstbewusste Adresse und fasst das Baufeld, während die nach Süd- Osten orientierten Gebäudeteile als begrünte Terrassen ausgebildet sind und die ansteigende Topografie mit in ihrem grünen Charakter in Architektur umsetzen. Der Haupteingang liegt zurückgesetzt an der Hamburger Straße an einem großzügigen Vorplatz, der an die bestehenden Freianlagen anbindet und diese sinnvoll erweitert. Dieser bietet mit Sitzmöglichkeiten und Grünelementen eine hohe Aufenthaltsqualität und führt über den Haupteingang direkt ins Foyer. Eine Freitreppe als Fuge zur Tiefgarage sowie Nebeneingänge an den südwestlichen und nordöstlichen Gebäudeseiten führen auf unterschiedlichen Höhenniveaus an das Gebäude. Sie ermöglichen die Durchwegung des Grundstücks und die Anbindung an die Bestandsgebäude und vernetzen so den Neubau mit dem Gesamtareal. Auch innerhalb des Gebäudes wird so die Besucherführung übersichtlich und eindeutig organisiert.
Die hybride Konstruktion aus Stahlbeton und Holztafelbauweise stellt eine nachhaltige Lösung zum verantwortungsvollen Umgang mit vorhandenen Ressourcen dar und berücksichtigt die Lebenszyklen und Recyclebarkeit der eingesetzten Materialien.

2020 Kindergarten Oranienburg 1. Preis

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Partner
Landschaftsarchitektur: Heinisch Landschaftsarchitekten, Weimar
Gebäudetyp
Kindergarten
Standort
Dr.-Kurt-Schuhmacher Straße 42, 16515 Oranienburg
Auslober
Stadt Oranienburg
Programmfläche
800 m2

Das Wettbewerbsgebiet für den Neubau der Kindertagesstätte in Oranienburg liegt am nördlichen Rand des sich im Entwurf befindenden Bebauungsplans „Quartiersentwicklung Weiße Stadt“. Die derzeitige Umgebung ist geprägt von 1- bis 2-geschossiger Wohnbebauung. Zukünftig soll südlich des Grundstücks eine dreizügige Grundschule entstehen, die zusammen mit der Kindertagesstätte und der Scheune auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Ensemble bildet.

Die Haupterschließung erfolgt von der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße von Norden aus. Der Neubau der Kita wird entlang der westlichen Grundstücksgrenze platziert. Der längliche Baukörper bildet durch seine klare städtebauliche Setzung auf dem dreieckigen Wettbewerbsgebiet einen starken Rücken zur Dr.-Kurt-Schumacher Straße und rahmt den großzügigen nach Süd-Osten ausgerichteten Außenspielbereich. Der einfache, lineare Baukörper bildet ein Pendant zur gegenüberliegenden Scheune. Durch die Verschiebung in nördlicher Richtung entsteht eine spannungsvolle Beziehung zwischen Kindertagesstädte, der neu entstehenden Grundschule und der Scheune. Die vorgeschlagene Baumreihe entlang der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße unterstützt die Linearität des Entwurfs und bindet den langgestreckten Baukörper in die Umgebung ein.

2020 Museum Perlmutter Adorf

Verfahren
Realisierungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Museumsbau
Standort
Freiberger Straße 8, 08626 Adorf/Voigtl.
Auslober
Stadt Adorf/Voigtland
Programmfläche
620 m2

2020 Czermaks Garten Leipzig 3. Preis

Verfahren
Realisierungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Wohnungsbau, Kindergarten
Standort
Czermacks Garten 2-4, 04103 Leipzig
Auslober
Baugenossenschaft Leipzig eG
Programmfläche
6.300 m2

2020 Parkpaletten Bamberg 3. Preis

Verfahren
Ideen- und Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Parkhaus
Standort
Lagarde 8, Bamberg
Auslober
Stadtwerke Bamberg, Verkehrs- und Park GmbH

2020 Rathaus Laatzen

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Verwaltung
Standort
Marktstraße, 30880 Laatzen
Auslober
Stadt Laatzen, FB Bauen und Gebäudemanagement
Programmfläche
6.300 m2

Der vorgeschlagene Baukörper für Rathaus und Bürgerbibliothek soll sichtbares Zeichen eines Neuanfangs sein. Er macht sich nicht klein und kann sich im vorhandenen Umfeld der Nachbargebäude behaupten, dennoch zeigt er nicht deren abweisende Großmaßstäblichkeit. Er formuliert sich stattdessen als zeichenhaftes, markantes und interessantes Gebäude, als neue Mitte mit großer Signifikanz und hohem Identifikationsgrad. Er steht für eine einladende, bürgernahe Verwaltung und formuliert eine neue Wertschätzung gegenüber den Bewohnerinnen und Bewohnern von Laatzen.

Mit den 3 Kuben des Stadthauses formuliert er trotz des Größenunterschiedes ein Ensemble in freundlicher Nachbarschaft und bildet eine Abfolge ineinander übergehender Freiflächen, die in ihrer Maßstäblichkeit zum Aufenthalt einladen.

Der Baukörper setzt sich aus zwei Volumen zusammen, wobei der Gebäudesockel schwellenlose Zugänge in alle Bereiche anbietet und Einblicke in die erdgeschossigen Publikumsbereiche ermöglicht. Der Sockelbaukörper ist rhythmisch gegliedert und bildet im Zusammenspiel mit den umgebenden Gebäudekonturen und den präzise gesetzten Baumfeldern Außenräume aus, die hohe Aufenthaltsqualitäten für Fußgänger bieten.

Über den Sockelbaukörper ist das Verwaltungsgebäude gesetzt, dessen 4 geschossige, umlaufend gleiche und stark strukturierte Fassade das weithin sichtbare Zeichen für den neuen Impuls versinnbildlicht. Die genannten Gebäudeteile werden durch ein ein verglastes Zwischengeschoss getrennt, von hier aus können Teilbereiche der Dachfläche genutzt werden.

2019 Feuerwehr Flensburg 3. Preis

Verfahren
offener, 2-phasiger Realisierungswettbewerb
Partner
Architektur: Architekturbüro Keller, Chemnitz
Gebäudetyp
Feuerwehr
Standort
Bahnhofsstraße, 24937 Flensburg
Auslober
Stadt Flensburg - die Oberbürgermeisterin
Programmfläche
9.300 m2

Das Planungsgebiet für die Hauptfeuerwache Flensburg liegt zwischen Bahnhof und Zentrum in der Südstadt und ist derzeit aufgrund der gewachsenen, im wesentlichen ungeplanten Spontanbegrünung an den Randbereichen kaum wahrnehmbar. Durch den Neubau der Hauptfeuerwache und der ergänzenden Bebauung im 2. BA soll es als repräsentativer Stadteingang ausformuliert werden.

Die Hauptfeuerwache fügt sich maßstäblich in das Stadtbild ein und versteht sich als differenziert gestalteter Stadtbaustein in durchgängig abgestimmter Materialität. Die Fassadengliederung erfolgt entsprechend der Geschossigkeit in horizontalen Bändern aus Faserbetonfertigteilen. Innerhalb dieser Bänder sind Ziegelfassaden mit vertikalen Ziegel-Lisenen in unterschiedlichen Achsabständen geplant, die den Baukörper differenzieren und plastisch gestalten. Alle erforderlichen Belichtungsflächen ordnen sich dem jeweiligen Rhythmus unter, so dass trotz unterschiedlicher Fensterflächenanteile ein durchgängiges Gestaltungsmotiv ablesbar bleibt.

2019 AOK Tagungszentrum Waldheim 2. Preis

Verfahren
Realisierungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Büro- und Seminargebäude
Standort
Massaneier Straße, Waldheim
Auslober
AOK Plus - Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen
Programmfläche
2.000 m2

Das bestehende Gebäude wurde 1996 fertiggestellt, seine architektonischen Wurzeln liegen nochmals etwa 10 bis 15 Jahre weiter zurück und sind der Architektur Schule rund um Günther Behnisch zuzuordnen. Diese auch demokratische genannte "Architektur für eine offene Gesellschaft" zeichnet sich aus durch Transparenz, Leichtigkeit und eine scheinbare Unordnung, die alle hierarchisch geordneten Strukturen vermeidet.

Damit könnte der gesellschaftlich kulturelle Kontext zum Heutigen kaum gegensätzlicher sein. Freie Zugänglichkeit birgt unkalkulierbare Gefahren, Transparenz beeinträchtigt die empfundene Privatheit und steht sinnbildlich für einen unverantwortlichen Umgang mit Energieressourcen. Massivität und Beständigkeit, Belegungseffektivität und die Belange des Facility Managements haben sich zu vordringlichen Planungszielen entwickelt. Und doch gibt es Gemeinsamkeiten, und zwar überall dort, wo aufgrund der Individualisierung von Nutzerwünschen Flexibilität erforderlich ist. Denn Orte ungeplanter Aktivitäten, des Austauschs, der informellen Gespräche oder der Entspannung und Pause wurden als wichtige Faktoren für das Arbeitsumfeld erkannt. Die Beschäftigung mit der vorhandenen Architektur des SeTaZ hat gezeigt, dass hierfür große strukturelle Potentiale bestehen, die mit wenigen Eingriffen aktiviert und genutzt werden können. Es sind nur geringfügige Ergänzungen erforderlich, die Architektur kann bruchlos weiterentwickelt und partiell ertüchtigt werden. Die formulierten Ansprüche lassen sich in der differenzierten Architektur sehr passgenau erfüllen.

2017 Haus der Kirche Annaberg-Buchholz 2. Preis

Verfahren
Einladungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Gemeindehaus
Standort
Kleine Kirchgasse 23, 09456 Annaberg-Buchholz
Auslober
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz
Programmfläche
300 m2

Der Neubau des Gemeindezentrums als „Gemeindehaus in der Innenstadt“ soll als neue Mitte des Gemeindelebens den Bestand ergänzen, dessen Funktionsabläufe erweitern und bereichern und darüber hinaus auch überregionale Veranstaltungen ermöglichen. Als Knotenpunkt und Neue Mitte ergänzt er die bestehenden Räumlichkeiten im Bestandsgebäude an der Kleinen Kirchgasse und bietet eine große zusammenhängende Fläche, die im Bestand aufgrund der kleinteiligen Baukonstruktion nicht wirtschaftlich realisierbar ist.

Der eingeschossige Baukörper wird als neuer Baustein in den bestehenden Garten eingeordnet und bildet gemeinsam mit den Bestandsbauten und den Freiflächen ein vielfältig nutzbares, anregendes Ensemble. Der Neubau bindet in die bestehende Topographie ein, tritt als Volumen zurück und verändert die bestehende Situation auf sehr zurückhaltende Weise nur geringfügig. Die bestehende Bausubstanz bleibt vollständig erhalten und wird in die Nutzung einbezogen, sie bleibt im Zusammenspiel mit der markanten Topografie weiterhin prägend. Aufgrund der erdüberdeckten Anbindung des Neubaus an das Gemeindehaus wirkt dieses im wesentlichen unverändert.

2016 Institutsgebäude FH Schweinfurt 2. Preis

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Partner
Landschaftsarchitektur: Station C 23, Leipzig
Gebäudetyp
Hochschulbau, Forschungsbau
Standort
Niederwerrner Straße, Schweinfurt
Auslober
Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Schweinfurt
Programmfläche
3.600 m2

2014 Weiterentwicklung Uni Potsdam

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Hochschulbauten
Standort
Am neuen Palais, 14473 Potsdam
Auslober
Land Brandenburg, vertreten durch den Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen
Programmfläche
2.200 m2

2014 Bürogebäude deutscher Bundestag Anerkennung

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Verwaltung
Standort
Dorotheenstraße 85 /Schadowstraße 4-6, Berlin
Auslober
Bundesrpublik Deutschland, vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Programmfläche
9.900 m2

2013 Informationszentrum HfWU Nürtingen 1. Preis

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Hochschulbau, Bibliothek
Standort
Heiligkreuzstraße 3, 72622 Nürtingen
Auslober
Vermögen und Bau Baden Württemberg, Amt Ludwigsburg
Programmfläche
1.900 m2

Der Neubau für das Informationszentrum der Hochschule ergänzt als ungerichteter Quader das stadträumliche Gefüge der Nürtinger Altstadt. Dabei tritt das Volumen trotz seiner Größe nicht in Konkurrenz zu den angrenzenden Bestandsbauten. Der Bezug zur Nachbarschaft versteht sich in der Höhenentwicklung als Balance zwischen städtebaulicher Einfügung und selbstbewusstem Auftritt. Die derzeitige Restfläche am ehemaligen nördlichen Stadtrand wird zu einer Campuserweiterung mit räumlicher Spannung und besonderen Aufenthaltsqualitäten. Großflächige Bekleidungen aus Muschelkalk, gliedert durch Horizontalbänder aus Sichtbeton, erzeugen im Zusammenspiel mit den Fensterprofilen aus eloxiertem Aluminium eine zeitlos hochwertige Anmutung.

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2012 Feuerwehrzentrum Köln 1. Preis

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Feuerwehr
Standort
Gummersbacher Straße 33, 50679 Köln
Auslober
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln Vertrags- und Wettbewerbsmanagement
Programmfläche
7.200 m2

Im Kontext seines heterogenen Umfelds in der Nähe der Bahntrassen wird das Feuerwehrzentrum als kraftvolles, markantes Gebäudeensemble um einen Übungs- und Betriebshof herum zu konzipiert. Dabei bildet der fünfgeschossige Hauptbaukörper der Berufsfeuerwehr an der Gummersbacher Straße den baulichen Schwerpunkt. Von hier aus verläuft die durchlaufende Gebäudekontur über alle Bauteile, die obere Gebäudekante wird im Bereich der hinteren Fahrzeughalle abgesenkt, steigt im Bereich des Werkstattzentrums wieder an und findet im Schlauchturm seinen Abschluss und Höhepunkt. Die beiden End- und Hochpunkte des Mäanders markieren die Einfahrt zur Hoffläche, die durch die weiteren Fahrzeughallen und das Werkstattzentrum gebildet wird. Durch die horizontale Gliederung der Fassaden und durch eine Gebäudekubatur entsteht ein räumlich – bauliches Kontinuum.

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2012 Gemeindezentrum Radebeul 1. Preis

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Gemeindehaus
Standort
Kirchplatz 2, 01445 Radebeul
Auslober
Ev.-Luth. Lutherkirchgemeinde Radebeul
Programmfläche
500 m2
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2012 Gesamtschule Nippes Köln Anerkennung

Verfahren
Zweiphasiger Realisierungswettbewerb
Partner
Landschaftsarchitektur: Station C 23, Leipzig
TGA: ZBP Zimmermann und Becker, Leipzig
Verkehrsplanung; M+O, Oststeinbeck
Gebäudetyp
Schulbau
Standort
Ossietzkystraße, Köln-Longerich
Auslober
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
Programmfläche
9.600 m2

2012 Kirchgemeinde Limbach-Oberfrohna 2. Preis

Verfahren
Einladungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Gemeindehaus
Standort
An der Stadtkirche 5, Limbach-Oberfrohna
Auslober
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Limbach-Kändler
Programmfläche
370 m2

2012 Friedenskirche Aue 1. Preis

Verfahren
Einladungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Kirche
Standort
Geschwister-Scholl-Straße, Aue
Auslober
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Aue-Zelle
Programmfläche
220 m2

2010 Landesverwaltung Plauen Engere Wahl

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Partner
Architektur: Neumann Architekten, Plauen
Tragwerksplanung: W+P, Plauen
TGA: TEG Plan IB Kunze, Schöneck
Gebäudetyp
Verwaltung
Standort
Bahnhofsstraße, Plauen
Auslober
Landkreis Vogtlandkreis, Landratsamt
Programmfläche
12.400 m2

Die zu erhaltene Gebäudestruktur wird im Bereich der Forststraße durch zwei Neubauteile ergänzt, die südlich bzw. nördlich an die bestehende Struktur anschließen und eine geschlossene Baukörperflucht an der Ostseite des Grundstücks erzeugen.Der Hauptbau an der Poststraße wird nicht verändert und behält seine dominante Wirkung als Stadtkrone bei. Dieser ordnen sich auch die Neubauteile im Bereich der Forststraße unter, die insgesamt ein abgestuftes Höhenspiel erzeugen, die Dominanz des Hauptbaus aber nicht in Frage stellen.
Baukörpergliederung und Höhenstaffelung erzeugen ein differenziertes Bild, das insbesondere auch der gegenüberliegenden Nachbarbebauung gerecht wird. Auch wenn hier eine einheitliche Fassadengestaltung und -gliederung gewählt wurde, so lassen sich die beiden Neubauteile dennoch in ihrer Höhenstaffelung ablesen. Dabei erhält der südliche Baukörper, der im 2. OG auch den Ratssaal aufnimmt, eine besondere Ausformung in der Dachlandschaft.

2010 Forschungsgebäude Universität Berlin Ankauf

Verfahren
offener Realisierungswettbewerb
Gebäudetyp
Forschungsgebäude, Hochschulgebäude
Standort
Philippstraße/ Hannoversche Straße, Berlin
Auslober
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung V - Hochbau, Berlin
Programmfläche
4.600 m2

2009 Institut für Maschinen- und Energietechnik HTWK Leipzig

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Hochschulgebäude, Forschungsgebäude
Standort
Karl-Liebknecht-Straße, Leipzig
Auslober
Freistaat Sachsen, Sächsisches Immobilien- und Baumanagement NL Leipzig II
Programmfläche
5.000 m2

Das städtebaulich prägende der gründerzeitlichen Stadterweiterung in der Leipziger Südvorstadt ist die orthogonale Blockstruktur mit geschlossener Straßenrandbebauung. Die Mischnutzung der benachbarten Quartiere besteht neben weiteren Gebäuden der HTWK aus Büro- und Wohnnutzungen sowie aus Einzelhandel und Gastronomie in den Erdgeschoßzonen. In diese Struktur mehrgeschossiger Bauten fügt sich der Neubau für das Instituts- und Laborgebäude als Volumen schlüssig ein, er bezieht sich subtil auf die benachbarten Gebäude und bindet diese zu einem Ensemble zusammen.
Der markante Gebäudeabschluss des Geutebrück – Baus wird als zurückgesetzte Bauflucht aufgenommen, dabei entsteht eine dem Neubau angemessene innerstädtische Vorzone, die mit dem Haupteingang des gegenüberliegenden Lipsius – Baus korrespondiert und auch die Wegebeziehungen zwischen den Gebäuden ordnet.

2009 Schulzentrum Dresden 3. Preis

Verfahren
Realisierungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Schulbau
Standort
Hausdorfer Straße 4, Dresden
Auslober
Schulverein der Freien Evangelischen Schule Dresden
Programmfläche
8.300 m2

In die Struktur großformatiger Bauten fügt sich der Neubau für das Schulzentrum als Volumen schlüssig ein, da er als klar gezeichneter Baukörper alle Nutzungen – Grundschule, Hort, Sporthalle und Mittelschule – zusammenfasst. Gleichwohl lassen sich insbesondere die Grund- und die Mittelschule als jeweils eigenständiges Bauteil rechts und links des Haupteingangs klar ablesen.
Das Schulgebäude positioniert sich parallel zur Aussiger Straße. Es entwickelt sich nördlich vom Haupteingang als 2 – geschoßige Grundschule, während sich die Mittelschule im südlichen Grundstücksteil als 3 – geschoßiger Baukörper formuliert. Dieses bauliche Konzept trägt zunächst den strukturellen Kriterien Rechnung, es kann aber auch unter organisatorischen, wirtschaftlichen, energetischen und ökologischen Aspekten überzeugen.

2008 Gruppenwachen Leipzig 1. Preis

Verfahren
Einladungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Feuerwehr
Standort
Zwickauer Straße/ Rippachtalerstraße/ Penckstraße, Leipzig
Auslober
Stadt Leipzig, vertreten durch das Dezernat Stadtentwicklung und Bau, Hochbauamt
Programmfläche
1.300 m2

Als Typenbau für drei verschiedene Standorte in Leipzig, soll der kompakte Baukörper die Präsenz der Berufsfeuerwehr in der Stadt Leipzig versinnbildlicht. Wie Landmarken, die sich gerade durch die baugleiche Ausführung gegenseitig in Erinnerung bringen, stehen die farbigen Bauten im Kontrast zu ihrer Umgebung. Die dreigeschossigen Quadratbaukörper lassen sich in die Lagebeziehungen des jeweiligen Grundstückes einordnen und verzichten bewusst darauf, städtebauliche Kanten oder Fluchten aufzunehmen. So wirken sie wie in den Stadtplan hineingewürfelte Objekte.

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2008 Gymnasium Oberursel Ankauf

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Schulbau
Standort
Liebfrauenstraße, Oberursel
Auslober
Kreisausschuss des Hochtaunuskreises
Programmfläche
1.800 m2

Das Schulgelände wird durch die Erweiterung auf nahezu das gesamte Carrée ausgedehnt.
Ziel des städtebaulichen Konzeptes ist es, dass ein zusammengehöriges Schulzentrum ‚aus einem Guss’ entsteht, wobei die unterschiedlichen Entstehungszeiten ablesbar bleiben. Erreicht wird dieses Ziel durch Nachverdichtung des Bestandes an der Zeppelinstraße, andererseits durch maßstäbliche Neubauten in Höhe und Ausdehnung, und nicht zuletzt durch eine alternierende Abfolge der entstehenden Freiflächen.
Die auf einem verbindenden Sockel zusammengesetzte Baustruktur des mehrfach versetzten Baukörpers schließt im Nordwesten an die bestehende Schule an. Es entstehen neben städtebaulich verträglichen Baukörpern differenzierte Freiräume, die wesentlich zur Einbindung in den städtebaulichen Kontext beitragen.
Im Zusammenspiel mit den Bestandsgebäuden entsteht ein spannungsvolles Ensemble, das differenzierte Freiflächen mit vielen Nutzungsmöglichkeiten erzeugt.

2008 Neubau Institut für Kunst und Musik Augsburg 1. Preis

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Hochschulgebäude
Standort
Universitätsstraße, Augsburg
Auslober
Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Augsburg
Programmfläche
2.400 m2

Ein flacher, ruhiger Baukörper für die Fächer Kunst und Musik bildet den Abschluss des Universitätscampus nach Norden. Das große, 2 - geschoßige Quadrat liegt wie selbstverständlich im Gelände, ist eingebunden in das vorhandene Fußwegenetz und nimmt das Gefälle des Grundstückes in sich auf. Der Baukörper wird geprägt durch seine differenzierte Dachlandschaft und durch 3 eingeschnittene Innenhöfe, die sich auf unterschiedlichen Höhenniveaus befinden und den Kontakt mit der Umgebung aufnehmen: So orientiert sich der Eingangsbereich auf dem unteren Niveau nach Süd – Osten und bindet schlüssig an die Haupterschließungsrichtungen an, die Dachterrasse auf dem oberen Niveau orientiert sich als ‚Seeterrasse’ nach Osten zum See, während sich der Skulpturenhof auf dem mittleren Niveau nach Westen orientiert und eine direkte Andienung ermöglicht. Durch sein unterschnittenes Sockelgeschoß erfolgt die wichtigste Orientierung zum Grüngürtel und zum Universitätssee.

2008 Bundesstiftung Baukultur Potsdam Engere Wahl

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Bürogebäude
Standort
Schiffbauergasse 3, Potsdam
Auslober
Stadt Potsdam, vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Programmfläche
400 m2

Ein aufgesetzter Glaskubus stellt das neue Dachgeschoß dar. Er prägt das Gebäude und dokumentiert die neue Nutzung, ohne dabei den Bestand zu dominieren oder zu negieren. Der Glaskubus weckt Interesse und lädt die Öffentlichkeit ein - in der Konsequenz können die Publikumsräume nur hier, im neuen Dachgeschoß untergebracht werden.
Die gesamtheitliche architektonische Haltung ist klar ablesbar durch die unterschiedliche Ausgestaltung der Räume im Bestand und im neuen Dachgeschoß. Erst durch den Kontrast wird die Nutzungsänderung erlebbar, insbesondere auch durch den Respekt vor dem Bestand.

2008 Polizeidirektion Chemnitz 3. Preis

Verfahren
Einladungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Partner
Architektur: Neumann Architekten, Plauen
Gebäudetyp
Polizei
Standort
Auslober
Programmfläche

Der Neubau stellt als Anbau an das massive gründerzeitliche Verwaltungsgebäude dessen Dominanz nicht in Frage und interpretiert dessen architektonische Merkmale. Es entsteht ein ausgewogenes Ensemble, in dem die massive Anmutung, die Materialität und Farbigkeit des Bestandsgebäudes ebenso übernommen werden wie die horizontale Gliederung in Sockel – Fensterzone und – Attika und die vertikale Orientierung der Fassade (Pilaster/ Friese). Der Neubau übersetzt diese Merkmale in eine zeitgenössische Architektur, die wiederum die städtische Großzügigkeit der gründerzeitlichen Bebauung übernimmt, somit die logische Fortsetzung des Bestandsgebäudes bildet und dennoch seine Eigenständigkeit behauptet.

2008 Fassaden Plattenbauschulen Leipzig 1. Preis

Verfahren
Einladungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Schulbau, Fassade
Standort
Geibelstr. 74, Prießnitzstr. 19 und Lidicestr. 12 in Leipzig
Auslober
Stadt Leipzig, Schulverwaltungsamt
Programmfläche
4.500 m2 je Schule

Im Rahmen einer thermische Sanierung dreier Plattenbauschulen in Leipzig war ein neues Konzept für die großflächigen Fassaden gefragt. Zielstellung war eine der schulischen Nutzung angemessene Fassadengestaltung sowie die Unterschreitung der Vorgaben der EnEV 2007 um 30%. Um mit dem besseren Wärmeschutz gleichzeitig auch eine prägnantere Gestaltung zu erzielen, wurden die bisherigen Fensterbänder der Flure auf der Nordseite teilweise ausgemauert, es entsteht eine Lochfassade mit quadratischen Einzelfenstern unterschiedlicher Größe in unregelmäßiger Anordnung. Die Fassaden auf der Nord- Ost- und Westseite wurden zum flächigen Mantel des Gebäudes, das sich jetzt eindeutig nach Süden orientiert. Die Fenster auf der Südseite erhalten unregelmäßig angeordnete Vertikalteilungen sodass auch hier der strenge Baukörper durch ein spielerisch – unregelmäßiges Element überlagert wird, ohne dabei gestalterisch beliebig zu werden.

2007 Grundschule Steinbach Ankauf

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Schulbau
Standort
Auslober
Programmfläche
4.000 m2

Das Gebäude für die Geschwister Scholl Schule versteht sich als Abschluss der Bebauung in Steinbach am südlichen Ortsrand im Übergang in die freie Landschaft. Dabei schließt die aus drei Kuben zusammengesetzte Baustruktur des mehrfach versetzten Baukörpers im Nordosten zweigeschossig an die geplante Wohnbebauung an, während sich das Gebäude nach Südwesten hin dreigeschossig präsentiert und sich über die angrenzenden Schulhof - Freiflächen in die weite Landschaft hin öffnet. Gemeinsam mit der bestehenden Sporthalle besteht ein spannungsvolles Ensemble, das differenzierte Freiflächen mit vielen Nutzungsmöglichkeiten erzeugt.

2006 Laborgebäude für Materialforschung Berlin

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Forschungsgebäude
Standort
Richard-Willstätter-Straße, Berlin
Auslober
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Programmfläche
5.000 m2

Die städtebauliche Zielkonzeption orientiert sich an der weitgehend orthogonalen Grundstruktur in Adlershof. Es wird daher eine Gruppe parallel stehender Gebäuderiegel vorgeschlagen, deren Längsfassaden NW- bzw. SO-orientiert sind. Diese für Labor- und Forschungsgebäude grundsätzlich günstige Orientierung erzeugt eine städtebaulich markante Struktur, deren Kante zum Teltowkanal durchlässig bleibt und somit der offenen Bauweise in Adlershof entspricht.
Der Eingang von der Richard-Willstätter-Straße fungiert als Haupteingang. Gut auffindbar von allen Bewegungsrichtungen und markant in einer Gebäudeunterschneidung liegend, bietet er einen angenehm proportionierten Zugang in das Foyer, das im Eingangsbereich 2 – geschossig ausgebildet ist.

2006 Berufsakademie Heidenheim

Verfahren
Realisierungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Hochschulgebäude
Standort
Marien-/ Karlstraße, Heidenheim
Auslober
Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg
Programmfläche
14.200 m2

Für den Neubau der Berufsakademie werden 3 (mit Erweiterung 4) freistehende polygonale Baukörper vorgeschlagen. Der städtebauliche Entwurf behebt die stadträumlichen Defizite des Stadteingangs durch eine in der Höhe moderate, langgestreckt wirkende Bebauung, ausserdem wird ein Bindeglied geschaffen zwischen der Stadt und dem nördlich anschließenden Gartenschaugelände. Die Baukörper formulieren, ausgehend von Stadtzentrum und Hauptbahnhof, eine Fußwegeverbindung, die abseits vom Straßenverkehr über den Campus führt und schlüssig in den Aufgang zur Fußgängerbrücke und in den anschließenden Grünraum mündet. Die Gesamtanlage wird als Baustein zwischen Stadtraum und Freiraum verstanden, der sowohl dem Weg aus der Stadt in das Gartenschaugelände, aber auch dem Weg in die Stadt einen besonderen Akzent verleiht.

2006 Umbau Weinholdbau TU Chemnitz

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Hochschulgebäude
Standort
Reichenhainer Straße, Chemnitz
Auslober
Freistaat Sachsen, vertreten durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement NL Chemnitz
Programmfläche
19.100 m2

Die prägnante Gliederung des Baukörpers und seiner Fassaden soll auch nach dem Umbau weiterbestehen.
Die Gliederung in vier Gebäudeabschnitte, getrennt durch Fugen und Erschließungskerne, die Unterschiedlichkeit der Längsfassaden auf der Nord- und Südseite mit der markanten ‘brise - soleil’ sollen auch weiterhin den Weinholdbau prägen. Gleichzeitig ist es erforderlich, die Präsenz des Weinholdbaus an der Reichenhainer Straße zu stärken und eine ‘Adresse’ zu bilden. Die dreiecksförmige Bibliothekstreppe wird daher zugunsten einer großzügigen Offenheit an der Eingangsseite rückgebaut. Der daran anschließende Verbindungsbau wird durch Fugen abgelöst und als eigenständiger Baukörper formuliert.

2005 Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden Ankauf

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Verwaltung, Archiv
Standort
Archivstraße 14, Dresden
Auslober
Freistaat Sachsen, vertreten durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, NL Dresden I
Programmfläche
18.300 m2

Der Neubau ergänzt die Gesamtanlage auf dem südlichen Grundstücksteil, so dass eine lineare Gebäudegruppe bestehend aus Magazin, Verwaltungsgebäude und Neubau entsteht. Der Neubau formuliert den Blockrand entsprechend der Grundstückskontur als unregelmäßiges Fünfeck und bildet eine umlaufende Dachschräge aus, so dass die geforderte Traufhöhe eingehalten wird. Der massive Kubus wird durch ein verglastes Verbindungsbauwerk vom Bestand abgelöst. Er wird mit einer alle Sichtflächen umschließenden Natursteinverkleidung versehen und stellt sich so als weitgehend fensterloser Monolith dar, der nur im Bereich des Erdgeschoßes Glasflächen aufweist.

2005 DLR Kontrollzentrum Oberpfaffenhofen Ankauf

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Forschungsgebäude
Auslober
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Programmfläche
3.000 m2

Als zweigeschossiger, richtungsloser Quadratbaukörper ist das Kontrollzentrum in der Lage, seine Sonderfunktion als Kontrollzentrum mit Publikumsverkehr zu formulieren, ohne dabei den Kontext zu verlassen. Seine Glasfassadenflächen spiegeln die Umgebung mit unterschiedlicher Intensität, so dass das Gebäude sich einerseits nach außen abschließt, andererseits durch seine geheimnisvolle Abstrahierung das öffentliche Interesse auf sich lenkt. Der Besucherbereich ist nach innen und außen eindeutig orientiert, Überschneidungen mit der Mitarbeitererschließung und Anlieferung werden weitestgehend ausgeschlossen. Die klare räumliche Struktur bietet störungsfreie Funktionen im Besucherbereich und dem Besucher ein direktes Erleben der Arbeitsabläufe im Kontrollraum.

2004 Institut für Gestaltung und Informatik FH Würzburg

Verfahren
Realisierungswettbewerb - Auswahlverfahren
Gebäudetyp
Hochschulbau, Forschungsgebäude
Standort
Auslober
Programmfläche
6.200 m2

Städtebauliche Bezüge im klassischen Sinne existieren nicht. Schon deshalb nicht, weil Nachbargebäude erst in großer Entfernung anzutreffen und teilweise durch Baumfelder abgeschirmt sind, aber auch, weil es sich bei den volumenrelevanten ‘Nachbargebäuden’ um Solitäre handelt. Insofern prägt die naturräumliche Situation das Grundstück in weit stärkerem Maße. Die exponierte Hanglage, Süd-Orientierung und der weite Talblick sind Qualitäten des vorhandenen Landschaftsraumes, die in hohem Maße erhaltenswert sind. Die so abgeleitete Konzeption geringen Landschaftsverbrauchs führt zu einer Bündelung der Baumasse in einem Solitärbau, der sich selbstbewußt am Hang zeigt, der aber die gegebene landschaftliche Situation nicht beeinträchtigt. Der Charakter des Landschaftsbildes wird bewahrt bzw. durch die markante Bebauung zusätzlich gestärkt.

2003 Realschule Tuttlingen Ankauf

Verfahren
Realisierungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Schulbau
Standort
Zeughausstraße, Tuttlingen
Auslober
Programmfläche

Als horizontal gegliedertes, 3-geschoßiges Gebäudeensemble mit modifizierbar transparent-tranzluzenter Außenfassade ordnet sich das Gebäude städtebaulich in die bestehende Situation ein, ohne dabei auf architektonische Eigenständigkeit zu verzichten. Die tragende Konstruktion des Gebäudes besteht aus Stahlbeton. Als Ortbeton- oder in Fertigteilbauweise denkbar, erfüllt das Tragwerk die Anforderungen an eine moderne, wirtschaftliche Konstruktion: regelmäßiges Raster ohne Versprünge, geringe Spannweiten sowie klare Bauteilgeometrien. Nur in begründeten Sonderbereichen, z.B. zur stützenfreien Ausbildung des unterschnittenen Eingangsbereiches werden Sonderkonstruktionen erforderlich.

2003 Laborgebäude Uni Hohenheim

Verfahren
Einladungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Forschungsgebäude
Standort
Garbenstraße, Stuttgart
Auslober
Programmfläche

Als bauliche Weiterentwicklung, wie sie auf dem Campus Hohenheim seit seiner Entstehung nachvollzogen werden kann, und als eindeutiges Zeugnis der Entstehungszeit wird ein Baukörper formuliert, der durch Eindeutigkeit, Glattflächigkeit und scharfe Kontur geprägt ist. Die beiden ausschließlichen Fassadenmaterialien Glas und Metallblech fügen sich absatzfrei aneinander, an den Gebäudekanten werden die Materialstärken sichtbar. Es entsteht ein klar konturiertes Gebäudevolumen, das durch den unterschiedlichen Grad der Transparenz verschiedener, teilweise bedruckter Glasflächen zusätzlichen Reiz erhält und die Differenzierungen zwischen geschlossen und durchsichtig fließend werden lässt. So entsteht ein Baukörper, der sich während des Tagesverlaufs durch den Einsatz von Verschattungs- und Blendschutzeinrichtungen, durch den unterschiedlichen Tageslichteinfall und die Variation in der Spiegelung ständig verändert und stets neue Ansichten erzeugt.

2002 Designschool Zeche Zollverein Essen

Verfahren
Realisierungswettbewerb
Gebäudetyp
Hochschulbau
Standort
Auslober
Programmfläche
8.200 m2

Die großflächige Struktur gliedert sich auf 3 Ebenen in 2 Zonen. Die beiden Obergeschosse nehmen die introvertierten Räume der Designschool und Start Factory auf, sie orientieren sich auf eine Vielzahl innenliegender Lichthöfe und Dachterrassen. Der großflächige, aufgeständerte Kubus ist von stabiler Präsenz, durch seine durchbrochene Fassade kommuniziert er nur gefiltert mit der Umgebung, ohne dabei abweisend zu wirken. Das Erdgeschoss enthält die publikumsintensiven, extrovertierten Räume, die 3 untergeschobenen, transparent strahlenden Bereiche öffnen sich dem Besucher und bilden schlüssige Übergänge in den Außenraum. Der ruhig gestaltete, großflächige Umgriff verbindet den Vorbereich mit dem Übergang auf den Boulevard und den überdachten Freibereichen, diese werden durch die Lichthöfe der Obergeschosse großzügig mit Tageslicht versorgt.

1999 Hasso-Plattner-Institut für Informatik Uni Potsdam 2. Preis

Verfahren
Einladungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Hochschulbau
Standort
Auslober
Programmfläche

Die Architektur wird geprägt durch schnörkellose Eleganz, Sachlichkeit, Leichtigkeit und Transparenz. Der Entwurf soll Freundlichkeit und Offenheit vermitteln und einladen zu unvoreingenommenem Austausch in unbelasteter Atmosphäre.

In der Ansicht kommt dies durch die klare, ruhige Gliederung zum Ausdruck, von Innen heraus durch den hohen Glasanteil und die Möglichkeit der temporären Einbeziehung der Umgebung über Schiebeläden, Jalousien und Stores.

Die Gebäude sind auch aus Gründen der Flexibilität als reine Stahlbetonskelettbauten konzipiert, so dass nur wenige Fixpunkte den Ausbau bestimmen.

Die Fassade besteht in Teilbereichen aus einer Doppelfassade. Dabei stellt immer die äußere Schicht die thermische Hülle dar, wohingegen die innere Ebene der Verbesserung des Schallschutzes bei natürlicher Lüftung dient. Die Ausbildung als Doppelfassade wird daher konsequent auf allen den Bahngeleisen zugewandten Seiten vorgesehen. Der Zwischenraum dient der Lüftung, dem temporären Sichtschutz sowie dem Sonnenschutz.

1997 Stadthalle Tuttlingen Ankauf

Verfahren
Realisierungswettbewerb - gesetzter Teilnehmer
Gebäudetyp
Versammlungsstätte
Standort
Auslober
Programmfläche

Den Schwerpunkt der Bebauung bilden, entsprechend Ihrer städtebaulichen Bedeutung, der Große Saal (mit Nebengebäude) der Stadthalle und der Hauptbau des Hotels. Sie bilden die baulichen Schwerpunkte, die gemeinsam mit der Schillerschule den Ort und den Platz definieren. Die Gebäude werden durch ein mehrfach gefaltetes "Band" miteinander verbunden, das das Foyer beinhaltet und alle anderen "Satelliten" wie Kleiner Saal, Restaurant, Tagung und Hotellobby zusammenführt. Diese Satelliten sind es auch, die die Übergänge bilden und in Größe und Materialität vermitteln, sei es zum Platz hin (Kleiner Saal) oder zur Donauaue, wo sich zudem die geplanten Nutzungen mit öffentlichen Funktionen vermischen. Diese Gebäudeteile sind niedriger und leichter ausgebildet, die Materialität tritt in Beziehung mit ihrem Gegenüber. Es dominieren daher natürliche Baustoffe wie Holz und Stein sowie Glas.