Hochsicherheitsgerichtsgebäude Tegel
Machbarkeitsstudie
in Planung

Standort
Seidenstraße 35, 13507 Berlin
Bauherr
Land Berlin - vertreten durch BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH
Leistungen
Machbarkeitsstudie, LPH 1 und 2
Gesamtkosten brutto
58.100.000 Euro
Nutzfläche
2.948 m2
Bruttogeschossfläche
7.495 m2

Vorzugsvariante
Die Planung sieht einen gegliederten Baukörper vor, der aus Gründen der Einfügung in das denkmalgeschützte Ensemble der Nachbarschaftsbauten von 2 viergeschossigen Gebäudevolumen an den vorderseitigen Gebäudeecken dominiert wird. Dazwischen und dahinter schließt ein ausgedehnter Flachbau an, der im EG und 1. OG zwei Hochsicherheitsgerichtssäle unterschiedlicher Größe mit allen dazugehörigen Nebenflächen aufweist.
Das Gebäude fügt sich hinsichtlich seiner Kubatur und architektonischen Gliederung in das Ensemble ein, die Materialität der benachbarten Gebäude wird durch die geplante Ziegelvorsatzschale aufgegriffen und weitergeführt. Die Belange des Denkmalschutzes wurden detailliert abgestimmt.
Die Funktionalität und die Sicherheitsanforderungen sind nach Abstimmung mit Vertretern von Justiz, Vollzug, Polizei und Sicherheitsdienst vollumfänglich erfüllt. Die Funktionsabläufe und die Erschließung sind im Außenraum und im Innern so organisiert, dass sich die Wege der verschiedenen Prozessbeteiligten nicht kreuzen. So werden Konflikte unterschiedlicher Gruppen vermieden oder reduziert.

Planungsvariante
Zusätzlich zur Vorzugsvariante wurde untersucht und bewertet, ob bei Hintanstellung der denkmalschutzrechtlichen Forderungen ein baulich, sicherheitstechnisch, organisatorisch und wirtschaftlich günstigerer Baukörper entwickelt werden kann. Im Ergebnis kann festgestellt werden, dass die Anforderungen auf vergleichbare Weise in einer ähnlichen Grundstruktur erfüllt werden können, dabei führt die vereinfachte Erschließungsstruktur und die dadurch reduzierten Grundflächen zu einem etwas geringeren Investitionsvolumen.
Zum aktuellen Stand der Abstimmung wird diese Planungsvariante seitens des Landesamtes für Denkmalpflege abgelehnt.